Naturheilkunde gegen Burnout-Syndrom

Obwohl der oder die durchschnittliche Deutsche weltweit im Ruf steht, besonders fleißig zu sein, scheint dies kaum mit der Freude an der Arbeit zusammenzuhängen. Vielleicht eher mit Pflichtgefühl. Zumindest lässt diesen Schluss eine Umfrage der Betriebskrankenkasse pronova zu. Darin kam es zu folgenden Aussagen beziehungsweise Ergebnissen:

Bei einem sehr großen Teil der Befragten treten gleich mehrere dieser Symptome gleichzeitig auf.

Zusammengenommen stellt dies das Krankheitsbild des Burnout-Syndroms dar. In der Statistik bezüglich der Arbeitsunfähigkeitstage rangieren Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und psychische Störungen an erster und zweiter Stelle. Gerade Rückenschmerzen sind oft begleitende Erkrankungen bei einem Burnout-Syndrom. Insgesamt machen diese Krankheitsbilder fast 40 % aller Krankentage von Arbeitnehmern aus.

Was tut die Schulmedizin dagegen?

Nicht wenige Ärzte stehen dieser relativ neuen Krankheit entweder recht ratlos oder auch skeptisch gegenüber. Oft wird der einfachste Weg gewählt und der Patient erhält eine ganze Reihe unterschiedlicher Medikamente, angefangen bei Antidepressiva über Neuroleptika und Sedativa bis hin zu Hypnotika. Hinzu können noch Pillen gegen Begleiterkrankungen kommen, so etwa Antihypertonika oder Analgetika.

Auf der anderen Seite werden sehr aufwendige Therapien verordnet, wozu es inzwischen darauf spezialisierte Mediziner unterschiedlicher Fachrichtungen gibt. In solchen Therapien werden beispielsweise Ziele definiert, die der Patient unter Anleitung erreichen soll, oder es wird nahegelegt, die Arbeitssituation zu verändern. Stress-Bewältigungsstrategien gehören ebenso dazu wie die sicherlich gut gemeinten, jedoch eher nutzlosen Ratschläge, mehr Pausen einzulegen und das soziale Umfeld zu stärken. Wie sehr jedoch unsere Ernährung unsere geistige und körperliche Form bestimmt, wird oft nur am Rande erwähnt, wenn überhaupt.

Genau hier sehen jedoch einige Vertreter der Naturheilkunde den richtigen Ansatz.

Der Grundgedanke hierbei ist, dass ein Burnout-Patient einen dominanten Parasympathikus besitzt. Der Parasympathikus ist ein Bestandteil des vegetativen Nervensystems, zu dem ebenso der Sympathikus und das Darmnervensystem gehören.

Der Parasympathikus ist für die unwillkürliche Steuerung der inneren Organe und des Blutkreislaufs zuständig. Eigentlich ist er der sogenannte Ruhe- oder Erholungsnerv, der auch für den Stoffwechsel und die Bildung körpereigener Reserven verantwortlich zeichnet. Dem steht der Sympathikus gegenüber, der unter Stressbelastung im Organismus für eine Leistungssteigerung sorgt. Beide, Parasympathikus und Sympathikus sollten sich eigentlich gegenseitig ergänzen und zueinander ausbalanciert sein.

Wenn der Parasympathikus aktiver als der Sympathikus ist, verursacht dies eine falsche Energieverwertung. Die zugeführte Nahrung wird vom Parasympathikus zur Reservebildung „umgeleitet“ und steht dem Sympathikus nicht zur Verfügung, wenn es darum geht, kurzfristig Energie zu mobilisieren. Viele Ärzte raten jedoch Burnout-Patienten möglichst frisches Obst und Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Darin sind unter anderem Fruchtzucker und Kalium enthalten, die nun dazu dienen, das Ungleichgewicht zwischen Parasympathikus und Sympathikus noch zu verstärken.

Vegetarische Vollwertkost ist der falsche Weg bei Burnout

Tatsächlich sind Burnout-Patienten besser bedient, wenn sie sich so ernähren, dass der Sympathikus Stoffe erhält, die seine Hormonproduktion unterstützen. Der Sympathikus steuert unter anderem die Ausschüttung von Adrenalin, Kortisol und Dopamin, quasi die Wachmacher unter den körpereigenen Hormonen.

Um dies zu bewerkstelligen, sind vor allem tierische Nahrungsmittel notwendig. Darin sind Vitamine wie Niacin, B12 und Pantothensäure enthalten. Wer also unter dauerhaften Erschöpfungszuständen und Depressionen leidet, ist mit Eiweiß und Fett besser bedient als mit Kohlenhydraten, Ballaststoffen und Fruchtzucker.

Nun wird oft argumentiert, dass gerade Junkfood-Freunde, die am Burnout leiden, bei einer Umstellung auf vegetarische Vollwertkost schnell eine Besserung des Zustandes fühlen. Zunächst einmal liegt dies einfach darin begründet, dass schlicht alles besser ist als der Junkfood der Ernährungsindustrie. Doch dieser Besserungszustand wird nicht anhalten, nur wird der vom Burnout Betroffene dann nicht bei der Ernährung den Fehler suchen, immer in der vermeintlichen Annahme, Obst und Ballaststoffe helfen. Doch das ist in diesen Fällen falsch.

März 2019




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