Matcha: ein gesundes Lebensmittel aus dem fernen Osten

Im fernen Osten dürfte Matcha, also geriebenes Pulver aus den Blättern von Grünem Tee bereits seit dem sechsten nachchristlichen Jahrhundert bekannt sein. Genutzt wurde dieses Pulver, welches einst in buddhistischen Klöstern hergestellt wurde, als Heilmittel. Auch in Japan wird Matcha als fester Teil der traditionellen Teezeremonie geschätzt. Mittlerweile haben aber auch die Verbraucher in der westlichen Welt Matcha als gesundes Nahrungsergänzungsmittel entdeckt, welches sich unter anderem positiv auf Haut, Haare und Nägel auswirkt. Und das braucht auch nicht zu wundern. Denn neben den Vitaminen A, B, C, E und K enthält Matcha auch Carotine sowie Catechine, die eine antioxidative Wirkung besitzen.

Matcha: das Superfood aus dem nahen Osten
Matcha: das Superfood aus dem nahen Osten | Quelle: dungthuyvunguyen auf Pixabay

Gern wird Matcha als Zutat für Kekse, Kuchen, Smoothies oder Eis verwendet. In diversen medizinischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass Matcha sowohl das Herz schützt als auch eine vorbeugende Wirkung gegen Krankheiten wie Krebserkrankungen oder Alzheimer besitzt. Wichtig ist dabei allerdings, ausschließlich qualitativ hochwertiges Pulver zu verwenden.

Darum gilt Matcha als Superfood

Vor allem die Polyphenole, die in Matcha enthalten sind, machen das Pulver zu einem Superfood. Es handelt sich dabei übrigens um die selben Polyphenole, die auch in Äpfeln enthalten sind. Diese sekundären Pflanzenstoffe werden in verschiedenen Pflanzen gebildet, um diese vor Fressfeinden zu schützen. Im menschlichen Organismus hingegen haben sie eine vorbeugende Wirkung gegen chronische Krankheiten wie Diabetes, Demenz sowie Herz-Kreislauferkrankungen. Dass immer mehr Menschen unter derartigen Krankheiten leiden, hat mehrere Ursachen. Dazu gehören neben Umweltgiften auch Stress, eine ungesunde Ernährung oder ein Mangel an Bewegung.

Warum bietet Matcha einen Schutz vor Krebs?

Dass Matcha den Menschen vor Krebs schützen kann, liegt vor allem am Pflanzenfarbstoff Chlorophyll. Dieser Farbstoff stärkt die Abwehrkräfte des Menschen und unterstützt den Aufbau von neuen Blutzellen. Ferner hat Chlorophyll auch eine entzündungshemmende Wirkung und unterstützt den Körper beim Abtransport von Giftstoffen. Weil Chlorophyll außerdem die Darmschleimhaut stärkt, reduziert der Farbstoff das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, was auch schon in mehreren Studien nachgewiesen werden konnte.

Wie wird Matcha hergestellt?

Matcha-Tee
Matcha-Tee | Quelle: hoyas auf Pixabay

Typischerweise wird Matcha ausschließlich aus Teeblättern der Sorten Gyokuro und Tencha, hergestellt. Drei bis vier Wochen, bevor sie geerntet werden feine Netze über sie gelegt, sodass weniger Licht zu den Blättern durchdringt. Das hat zur Folge, dass in den Blättern mehr Chlorophyll gebildet wird und somit das Qualitätsniveau steigt.

Sobald die Teeblätter geerntet sind, werden sie zunächst gedämpft, dann getrocknet und anschließend gebrochen. Wichtig ist dabei vor allem, dass die Blattadern und Stängel vom Gewebe des Blattes gelöst und anschließend getrennt werden. Verarbeitet wird ausschließlich das feine Gewebe der Blätter, welches in Japan auf Mühlen aus Granit gemahlen wird. Dadurch entsteht eine äußerst feine Körnung. Allerdings nimmt der Herstellungsvorgang einige Zeit in Anspruch, so dauert es etwa eine Stunde, bis 30 Gramm Pulver hergestellt sind.

Die Wirkung: belebend und zugleich entspannend

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen gehört neben den genannten Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen vor allem Koffein. So ist der Koffeingehalt äußerst hoch, was einerseits daran liegt, dass der Koffeingehalt in Schattentees höher ist und andererseits auch im Herstellungsverfahren begründet ist. In vier Gramm Pulver ist in etwa so viel Koffein enthalten wie in einer Tasse Espresso.

Jedoch gibt es einen kleinen Unterschied: So ist das Koffein an die Gerbstoffe des Tees gebunden. Das hat zur Folge, dass das Koffein aus dem Matcha verträglicher ist als das Koffein aus anderen koffeinhaltigen Getränken. Zugleich besitzt das grüne Pulver einen hohen Anteil an der Aminosäure L-Theanin, die eine beruhigende Wirkung auf den menschlichen Organismus hat.

Auf die Qualität kommt es an

Auch wenn Matcha-Tee als äußerst erlesene Teespezialität gilt, so gibt es doch qualitativ große Unterschiede von Pulver zu Pulver. Pulver von schlechter Qualität lässt sich an der bitteren Geschmacksnote und einer gelblich bis bräunlichen Farbe erkennen. Qualitativ hochwertiges Matcha hingegen hat einen eher süßlichen Geschmack und eine leuchtend grüne Farbe.

Unterschieden wird zwischen drei Qualitätsstufen: Am hochwertigsten ist Matcha in Teezeremonie-Qualität, die in Europa allerdings nur selten verkauft wird. Am weitesten verbreitet ist Matcha von Premium-Qualität, während die Weiterverarbeitungs-Qualität minderwertiger ist und überwiegend in der Industrie verarbeitet wird.

März 2019




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