Naturheilmittel gegen Müdigkeit

Dauerhafte Müdigkeit ist zum umgreifenden Bevölkerungsproblem geworden. Die Natur bietet einige Mittel dagegen.

Rund 29 % der Personen mit gesundheitlichen Beschwerden in Deutschland klagen über dauerhafte Müdigkeit. Ein weit verbreitetes Problem, das in der Rangfolge nur noch von Stress übertroffen wird, der mit 31 % an erster Stelle steht.

Auch Personen, die in der Nacht ausreichend Schlaf bekommen, sind von der Tagesmüdigkeit betroffen. Sie führt sich meist nicht auf Schlafmangel zurück, sondern auf verschiedene Faktoren in der Umwelt des oder der Betroffenen. Das können einerseits äußere Einflüsse sein, sich andrerseits aber auch in der eigenen Lebensweise begründen. Die äußeren Einflüsse lassen sich oft nicht oder nur schwer ändern, die eigene Lebensweise hingegen schon. Das bedeutet nun keineswegs, dass alles Gewohnte auf den Kopf gestellt werden soll. Im Gegenteil, jeder Mensch besitzt zum Beispiel bestimmte Einschlafrituale, die helfen zu entspannen und damit tief und fest zu schlafen.

In der Ernährung liegt oft des Pudels Kern

Die menschliche Ernährung ist eine komplizierte Angelegenheit, wobei die zu sich genommenen Lebensmittel und auch die Tageszeit auf die Müdigkeit auswirken, und zwar nicht nur kurz- sondern auch langfristig. Wenn etwa das morgendliche Frühstück recht üppig mit hohen Fettanteilen ausfällt, so wirkt sich dies erst in den Mittagsstunden in Form von Müdigkeit aus. Nicht selten unterstützt vom ebenso üppigen Mittagstisch in der Kantine.

Natürlich gibt es chemische Wachmacher wie Ritalin oder Ephedrin, die unterschiedliche Nebenwirkungen besitzen und sogar zu Abhängigkeiten führen können. Viel besser ist es, natürliche Stoffe, gebunden in Lebensmitteln, zu sich zu nehmen. Allerdings muss hiervon der beliebteste Wachmacher Deutschlands, der Kaffee, ausgenommen werden. Der menschliche Körper gewöhnt sich an das Coffein, die anregende Wirkung lässt schnell nach und es können sogar Entzugserscheinungen auftreten. Kaffee ist nur dann wirklich belebend, wenn er eben nicht täglich genossen wird. Dagegen gibt es jedoch Naturheilmittel, die ihre belebende Wirkung beweisen, ohne Nebenwirkungen zu besitzen.

Rosenwurz – die goldene Wurzel Sibiriens

Der Rosenwurz ist ein Dickblattgewächs, das hauptsächlich in den nördlichen Breitengraden Skandinaviens und in Russlands Sibirien vorkommt. Der aus ihm gewonnene Wurzelextrakt ist schon seit Jahrhunderten ein wichtiger Bestandteil der nordöstlichen Naturheilkunde. Rosenwurz hilft dabei, die Konzentration, das Erinnerungsvermögen und das Aufnahmevermögen zu steigern. Er kommt auch bei Potenzstörungen zur Anwendung. Obwohl die europäische Arzneimittelagentur die vorliegenden Studien zum Rosenwurz als nicht ausreichend ansieht, betrachtet sie die Ergebnisse der klinischen Studien sowie die schon lange bestehende Anwendungspraxis für plausibel genug, um den Einsatz als positiv zu beurteilen.

Echte Walnüsse – wahre Gesundheitsbomben

Von allen Nüssen besitzen Walnüsse den höchsten Gehalt an Linolensäure, eine der Omega-3-Fettsäuren. Hinzu kommt die Vitamin-E-Gruppe Tocopherolen, Zink, Kalium, Magnesium, Eisen, Calcium, Pantothensäure und die Vitamine A, B1, B2, B3 und C. Walnüsse sind gesundheitliche Allrounder, die vor Diabetes 2 schützen, Herz-Kreislauferkrankungen entgegenwirken, Prostatakrebs eindämmen und vor hohem Blutdruck schützen, was wiederum zum Thema Müdigkeit führt, denn die hängt oft mit hohem Blutdruck zusammen. In Experimenten an Mäusen konnte nachgewiesen werden, dass Walnüsse Demenz und Parkinson in der Ausbreitung einschränken.

Leberwurst – kein Heilmittel, aber gut gegen Müdigkeit

Eines, wirklich nur „ein“ Brötchen mit Leberwurst zum Frühstück hilft gegen Müdigkeit am Tag. Das funktioniert über das in der Leberwurst in hoher Konzentration vorkommende Vitamin B12. Dieses Vitamin ist unverzichtbar für den Energiestoffwechsel, der die Energiegewinnung und damit die Leistungsfähigkeit beeinflusst. Vegetarier können auf Milch- und Eiprodukte zurückgreifen, Veganern bleibt nur künstlich hergestelltes Vitamin B12. Obwohl der Körper Vitamin B12 einlagert und von den Vorräten über Monate zehren kann, sollte die regelmäßige Einnahme gewährleistet sein, denn eine der Folgen fehlenden Vitamins B12 ist Müdigkeit und die ist noch die harmloseste der B12-Mangelerscheinungen. Vorübergehende Ermüdungserscheinungen, etwa durch stundenlanges Sitzen vor dem Computer, lassen sich schnell mit kaltem Wasser, frischer Luft und etwas Bewegung beheben. Zudem sollte in der Nacht auf eine entsprechende Schlafhygiene geachtet werden, was bedeutet, das blinkende und piepsende Geräte aus dem Bereich Information und Kommunikation nichts im Schlafzimmer verloren haben.

Mai 2019




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