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Parkinson: Lässt sich die Krankheit bald in den Griff bekommen?

Parkinson zählt weltweit zu den häufigsten Krankheiten, von welchen das zentrale Nervensystem betroffen ist. Schätzungen zufolge leben allein in Deutschland circa 300.000 Menschen, die von Parkinson betroffen sind, wobei es alljährlich zu rund 20.000 Neuerkrankungen kommt. Auffällig ist, dass von Parkinson vor allem ältere Menschen betroffen sind, so steigt das Risiko einer Parkinson-Erkrankung zwischen dem 50. und dem 79. Lebensjahr massiv an. Frauen sind etwas weniger häufig betroffen als Männer.

Welche Ursachen hat die Parkinson-Krankheit?

Welche Ursachen letztlich hinter dieser Erkrankung stehen, ist bislang noch nicht eindeutig geklärt, weshalb in der Medizin davon ausgegangen wird, dass möglicherweise mehrere Ursachen zusammenspielen könnten. Gesichert ist in jedem Fall, dass die Parkinson-Erkrankung mit einem Mangel des Botenstoffes Dopamin einhergeht. Dieser Neurotransmitter ist essentiell wichtig, wenn es um die Kommunikation zwischen den Nervenzellen innerhalb des Gehirns geht

Fehlt dieser Botenstoff nun, treten bei Parkinson-Kranken Störungen in den normalen Bewegungsabläufen aus. Zu den wichtigsten Symptomen gehören:

Obwohl es inzwischen zahlreiche Medikamente gibt, die den Patienten ein beschwerdefreies Leben ermöglichen, ist die Heilung der Parkinson-Krankheit nicht möglich. Die Medikamente machen es ferner möglich, dass das weitere Fortschreiten der Krankheit verzögert wird.

Was ist die Parkinson-Krankheit

Erstmals beschrieben wurde die Parkinson-Krankheit anno 1817 vom britischen Arzt und Apotheker James Parkinson in einer Abhandlung namens „Über die Schüttellähmung“. Bei dieser Erkrankung sterben jene Zellen im Gehirn, die den Botenstoff Dopamin produzieren, verstärkt ab. Dieser Stoff übernimmt zahlreiche Aufgaben innerhalb des Gehirns, ist aber insbesondere für flüssige Bewegungsabläufe verantwortlich. Im Lauf der Zeit kommt es bei den Betroffenen also zu einem Dopaminmangel, der mit den klassischen Parkinson-Symptomen einhergeht. Dazu gehören neben der Verlangsamung von Bewegungen auch Zittern, eine Muskelsteifheit und sogar Bewegungsstarre.

In der Medizin wird Parkinson als eine Erkrankung des Gehirns definiert, welche mit verschiedenen Störungen der bewussten und unbewussten Bewegungsabläufe einher geht. Allerdings ist die Diagnostik nicht immer einfach, da es diverse weitere Erkrankungen gibt, bei welchen die Parkinson-typischen Symptome ebenfalls auftreten.

So zeigt sich Parkinson

In den meisten Fällen sind die ersten Anzeichen einer Parkinson-Erkrankung äußerst unspezifisch. Allerdings kann der Arzt das Problem relativ rasch erkennen, wenn verschiedene Symptome in Kombination miteinander auftreten.

Sehr oft leiden die Betroffenen unter Schlafstörungen und Depressionen, oft klagen sie außerdem über Schmerzen im Bereich der Schulter und des Nackens. Bereits in einem frühen Stadium kann sich die Handschrift verändern und die Betroffenen beobachten in ihrem alltäglichen Leben Bewegungseinschränkungen. Hinzu kommen ferner Gang- und Haltungsstörungen, Schweißausbrüche, eine signifikante Verschlechterung des Geruchssinns und Verdauungsstörungen. Die Angehörigen beobachten nicht selten eine veränderte Mimik sowie eine monotone und leise Sprache bei den Betroffenen.

Sofern zwei der genannten Symptome auftreten, macht eine Untersuchung auf eine eventuelle Parkinson-Erkrankung Sinn. Denn auch wenn es noch kein Heilmittel gibt, ist eine frühzeitige Behandlung die beste Gewähr für ein beschwerdefreies Leben.

Parkinson: die Forschung läuft auf Hochtouren

Weil die Lebenserwartung in Deutschland kontinuierlich ansteigt, rechnen Experten auch mit einer drastischen Zunahme an Fällen von Parkinson. In einigen Szenarien wird sogar davon ausgegangen, dass sich die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2030 verdoppelt.

Ein wichtiger Schritt zu Heilung der Parkinson-Erkrankung könnte internationalen Forschern um Dimitri Krainc an der Feinberg School of Medicine gelungen sein. Die Forscher hatten molekularbiologische Verfahren genutzt, um menschliche Nervenzellen in Kulturschalen zu züchten. Dabei ist es ihnen gelungen, Stammzellen zu erzeugen, welche Dopamin herstellen. Im Zuge ihrer Forschungsarbeit hatten die Forscher herausgefunden, dass oxidative Prozesse beim Entstehen von Parkinson eine äußerst wichtige Rolle spielen dürften.

Den Forschern war es ferner gelungen, durch die Anwendung von Antioxidantien die Oxidation des Dopamins zu unterdrücken und darüber hinaus andere Teile der Zelle vor einem Schaden zu bewahren. Mittel- bis langfristig gesehen könnte also die Stammzellenforschung eine Hoffnung auf Heilung für Parkinson-Patienten bringen.

Oktober 2017




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