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Die Visayas: Die Inseln der Heiler

Bei den Visayas handelt es sich um die kleinste Inselprovinz der Philippinen. Zugleich gilt diese Provinz als die mystischste von allen. Der Grund: Auf diesem „Hexeneiland“ leben mehr als 300 Heiler. Einer dieser Heiler ist Rogelio, der auf einer Fläche von drei mal drei Metern lebt. Und dennoch schlagen immer mehr Besucher den Weg über den kleinen Trampelpfad ein, der zu seinem Haus führt.

Legende oder Wahrheit?

Einst soll ein Professor, der eigentlich mit seinen Studenten Bodenproben nehmen wollte, bei Rogelio gewesen sein, weil ihn schlimme Hautausschläge geplagt hatten, ohne dass ihm ein Arzt dabei hätte helfen können. Rogelio hingegen konnte es.

Der Legende nach soll jene Insel Siquijor, auf der Rogelio lebt, einst in den Tiefen des Pazifiks gelegen haben, bevor sie von einem Erdbeben nach oben gedrückt worden war.

Warum wurde Siquijor zur Hexeninsel?

Dass Siquijor den Ruf genießt, ist nicht zuletzt den spanischen Kolonialherren zu verdanken. Diese hatten Siquijor als „Insel des Feuers bezeichnet, weil die zahlreichen Glühwürmchen dafür gesorgt hatten, dass es so aussah als stünde die Insel in Flammen. Dadurch entstand schließlich der Ruf, Siquijor sei eine Hexeninsel.

Heute besuchen die Filipinos die Insel, wenn sie krank sind und Hilfe brauchen. Immerhin leben aktuell rund 300 Heiler auf der kleinen Insel. Und der Ruf der Heiler hat sich fortgetragen, denn noch vor wenigen Jahren kamen ausschließlich Filipinos, um sich kurieren zu lassen. Heute hingegen kommen Besucher aus aller Welt.

Mai 2018




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