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Welche Hausmittel helfen bei Schnupfen?

Der Schnupfen, der viele Menschen nicht nur im Winter, sondern auch in der Übergangszeit zwischen der kalten und der warmen Jahreszeit plagt, nervt die Betroffenen ungemein. Doch es gibt einige Hausmittel, mit dem sich der leidige Schnupfen effektiv bekämpfen lässt. Das sind die effektivsten Hausmittel gegen Schnupfen:

Knoblauch

Knoblauch enthält eine Vielzahl von Schwefelverbindungen, wodurch die Erreger des Schnupfens effektiv abgetötet werden. Dieser Effekt wurde übrigens von Peter Josling, der am Herbal Research Centre in Sussex arbeitet, übrigens sogar nachgewiesen: Er hatte mit insgesamt 146 Testpersonen gearbeitet. Ein Teil von ihnen bekam einen schwach riechenden Knoblauchextrakt, der andere Teil ein Placebo, das mit Knoblaucharoma bearbeitet wurde. Dabei stellte sich heraus, dass die Versuchspersonen in der Knoblauchgruppe um 50 Prozent weniger grippale Infekte entwickelten wie die Teilnehmer in der Kontrollgruppe. Bei diesen dauerte eine Erkältung außerdem wesentlich länger. Betroffene können eine geschälte Knoblauchzehe einfach kauen oder diese zerstampfen und den Brei anschließend in heißes Zitronenwasser geben. Nachdem der Knoblauch etwas gezogen hat, wird die Mischung dreimal täglich in kleinen Schlucken getrunken.

Ingwer

Auch Ingwer wirkt effektiv gegen Schnupfen, was an den in der Wurzel enthaltenen Scharfstoffen liegt. Diese sorgen dafür, dass sich der Schleim in den oberen Atemwegen verflüssigt und schneller abtransportiert werden kann. Forscher in Taiwan haben außerdem entdeckt, dass durch Ingwer verhindert wird, dass die Schnupfenviren an den Zellen andocken und anschließend in diese Eindringen können. Dieser Effekt wurde jedoch nur bei frischen, nicht jedoch bei getrockneten Wurzeln festgestellt. In der Traditionellen chinesischen Medizin wird der Ingwer folgendermaßen zubereitet: Ein Esslöffel klein geschnittenen Ingwers wird mit 200 bis 250 Millilitern kaltem Wasser übergossen und anschließend in einem geschlossenen Topf aufgekocht. Nachdem diese Mischung etwa 20 Minuten lang auf kleiner Flamme geköchelt hat, wird sie abgeseiht. Betroffene sollten täglich drei Tassen von diesem Sud trinken.

Zwiebelsuppe

Gegen Halsschmerzen hilft Zwiebelsuppe, die folgendermaßen zubereitet wird: In einem Liter Wasser werden zwei Teelöffel Kandiszucker mit drei zerkleinerten Stücken Zwiebeln zehn Minuten lang erhitzt, jedoch nicht gekocht. Dabei wird die Mischung gut durchgerührt. Dann werden die Zwiebelstücke abgeseiht und die Patienten mit Halsschmerzen trinken täglich zwei Gläser von der Mischung. Der Grund für die heilsame Wirkung liegt darin, dass Zwiebeln – ähnlich wie Knoblauch Schwefelverbindungen enthalten. Dadurch entsteht eine entzündungshemmende und keimabtötende Wirkung.

Eine Salz-Zitrone-Spülung

Aus der rumänischen Volksheilkunde stammt das Rezept einer Salz-Zitrone-Spülung: In einen Eierbecher wird der Saft einer halben Zitrone ausgedrückt. Der Zitronensaft wird mit einem Teelöffel Salz vermischt, bevor der Eierbecher randvoll mit Wasser befüllt wird. Morgens und abends wird diese Flüssigkeit mit Hilfe eines Strohhalms durch die Nase eingezogen. Durch die übersalzene Lösung wird den geschwollenen Nasenschleimhäuten Wasser entzogen. Zudem werden durch das in der Zitrone enthaltene Vitamin C die Kapillaren abgedichtet, wodurch sich die Entzündung lindert.

Die Kleine Klette

In der Türkei wird die Kleine Klette als Heilmittel gegen schmerzhaften Husten verwendet. Die Stachelblätter der Pflanze werden in Schafsmilch oder Essig eingelegt und für die Anwendung etwa 15 Minuten lang auf die Brust gelegt.

Holunder als Schleimlöser

Weil Holunderbeeren einen hohen Anteil an Vitamin C haben und darüber hinaus antivirale, schleimlösende und entzündungshemmende Glykoside enthalten, hat die Beere eine schleimlösende Wirkung und mindert die Beschwerden. Dieser Effekt konnte von australischen Forschern nachgewiesen werden. Grundsätzlich kann jeder Holunderbeerensaft selbst herstellen: Die Beeren müssen dafür 45 Minuten lang gekocht werden, bis sie ein weiches und schrumpeliges Aussehen haben. Dann werden die gekochten Früchte in ein Sieb gegossen und ausgedrückt, sobald sie abgekühlt sind.

Honig gegen Hustenreiz

Israelische Forscher haben in einer Studie an 200 Kleinkindern nachgewiesen, dass der Honig aus der Zitronenblüte und dem Eukalyptus sowohl die Stärke als auch die Frequenz von Hustenattacken bei Schnupfen abmildert. Dafür dürften vermutlich die antibiotischen Stoffe sein, die der Honig enthält. Buchweizenhonig enthält darüber hinaus auch Gerbstoffe aus dem Getreide, die eine entzündungshemmende Wirkung haben. In einer US-amerikanischen Studie hatte Buchweizenhonig sogar eine bessere Wirkung als ein klassischer Hustensaft. Die Betroffenen müssen zur Anwendung lediglich viermal täglich einen Teelöffel von Buchweizenhonig einnehmen und diesen kurz im Mund hin und her bewegen

Rettichsaft für freie Atemwege

Als bewährtes Hausmittel gegen Husten gilt auch mit Honig versetzter Rettichsaft. Der Grund liegt darin, dass Rettich Sulfide enthält, die Bakterien und Viren eliminieren, während der Honig den Husten lindert. Für dieses Rezept wird der Rettich zunächst ausgehöhlt und anschließend mit Honig gefüllt. Nach drei bis fünf Stunden stellt der Anwender den Rettich kopfüber in eine Schüssel, sodass der Hustensaft, bestehend aus Rettichwasser und Honig abfließen und gesammelt werden kann. Jeweils nach den Mahlzeiten trinken die Betroffenen zwei Likörgläser täglich.

Hühnersuppe zum Abschwellen

Wie aktuelle Studien besagen, lässt sich Schnupfen mit Zink bestens bekämpfen. Der Grund: Durch diesen Mineralstoff wird das Immunsystem stimuliert, während die Schnupfenviren an ihrer Vermehrung gehindert werden. Hühnersuppe enthält neben großen Mengen an Zink auch zahlreiche Proteine sowie den Eiweiß-Baustein Cystein in einer großen Menge. Dieser bewirkt ein Abschwellen der entzündeten Schleimhäute. Allerdings nur, wenn das Huhn in einem kalten Sud aufgesetzt und anschließend langsam erhitzt wird. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Eiweiß ausgerinnen könnte, bevor es komplett ausgezogen ist.

Warme Wickel

Wie Immunbiologen an der Yale University im US-amerikanischen Connecticut herausgefunden haben, vermehren sich Schnupfenviren bei Wärme deutlich schwächer. Im günstigsten Fall sollten die Stirnhöhlen mit infrarotem Licht bestrahlt werden, während der Patient um den Hals einen warmen Wickel trägt. Für den Wickel reicht ein feuchtes Tuch aus Baumwolle, das um den Hals gewickelt und mit einem Handtuch abgedeckt wird. Bei hohem Fieber empfehlen sich dagegen Wickel, die in kaltem Wasser getränkt wurden. Diese sollten 20 Minuten lang auf die Unterschenkel gelegt werden. Dadurch lässt sich die Körpertemperatur um circa ein Grad absenken. Keinesfalls sollte der Wickel aber mit eiskaltem Wasser getränkt werden.

Mai 2018




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