Trockene Haut im Winter – Naturheilmittel, die helfen

In keiner anderen Jahreszeit sind wir höheren Temperaturschwankungen ausgesetzt als im Winter. Zugleich ist die Luft meist sehr trocken, entweder durch die Zentralheizungen oder durch die kalte Außenluft. Diese Umweltbedingungen setzen dem größten menschlichen Organ, der Haut, beträchtlich zu. Es ist ja nicht nur die trockene Luft, sondern zugleich die Kälte, die die Poren der Haut veranlasst, sich zusammenzuziehen. Der Mensch schwitzt weniger und sondert damit auch weniger körpereigene Pflegestoffe für die Haut ab. In der Folge kann sie rissig oder brüchig werden und letztlich beschleunigt sich der Alterungsprozess.

Was hilft dagegen?

Im Idealfall ist ein mehrmonatiger Aufenthalt in den Tropen vorteilhaft, bis auch in Mitteleuropa die Sonne wieder ausreichend Kraft besitzt. Da sich dies jedoch nur für die wenigsten Menschen realisieren lässt, sind Naturheilmittel oder besser natürliche Pflegemittel eine gute Alternative.

Öle

Es sind im Winter vor allem die körpereigenen Fette, die die Haut eigentlich schützen sollen, dies aber aufgrund der bereits beschriebenen Umstände nicht in ausreichendem Maße können. Darum sind entsprechende Öle ein guter Ersatz dafür. So etwa das Kokosöl, das zudem einen sehr angenehmen Geruch besitzt und recht schnell in die Haut einzieht. Das Öl leicht erwärmen (handwarm) und den Körper vor dem Zubettgehen einreiben, damit es über Nacht gut einziehen kann. Am nächsten Morgen wird es einfach unter der Dusche abgewaschen. Das kann bei länger anhaltenden Kälteperioden täglich, sonst während der Winterzeit einmal wöchentlich vorgenommen werden, um die Haut geschmeidig zu halten. Übrigens ist Kokosöl im Sommer ein guter Mückenschutz, ganz ohne Chemie und Gift.

Auch Olivenöl ist ein gutes Mittel, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Etwa eine halbe Stunde vor dem Duschen damit einreiben und nach dem Duschen eventuell sehr trockene Hautstellen nachcremen. Da Olivenöle sehr unterschiedlich riechen können, sollte zuerst getestet werden, welches Öl am ehesten dem eigenen Geruchssinn zusagt. Es muss übrigens keineswegs das teure, kaltgepresste Öl aus dem letzten Italienurlaub sein.

Avocados

Die ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika stammende Avocado ist nicht nur eine Bereicherung für Salate oder andere Speisen, sie ist darüber hinaus eine hervorragende Pflegecreme, die der Haut gerade im Winter alles gibt, was sie benötigt. Dazu gehören natürlich das in ihr enthaltene Avocadoöl, aber auch Vitamine. Um sie für die Haut zu nutzen, die Frucht einfach schälen, entkernen und das Fruchtfleisch zerdrücken. Auf trockenen Hautstellen verreiben und etwa zehn Minuten einwirken lassen. Danach mit lauwarmem Wasser abspülen, bei Bedarf täglich wiederholen.

Honig

Auch Honig ist ein sehr guter Feuchtigkeitsspender für die Haut. Er enthält vor allem Fruchtzucker und Traubenzucker sowie in geringen Mengen Vitamine, Proteine, Enzyme und Aminosäuren. Schon seit dem Altertum wird Honig vor allem zur Wundheilung eingesetzt. Seine nachweislich funktionierende Wirkung auf die Haut ist bis heute nicht restlos erforscht, was vor allem mit den unzähligen Arten von Honig zusammenhängt. Im Winter vor dem Duschen oder Baden den Körper mit Honig einreiben und rund zehn Minuten einwirken lassen. Die Prozedur täglich wiederholen, bis sich die Haut wieder geschmeidig und glatt anfühlt.

Milch

Schon Kleopatra soll der Legende nach täglich in Stutenmilch gebadet haben. Der moderne Mensch wird sich mit normaler Kuhmilch zufriedengeben müssen, obwohl es auch heute noch Stutenmilch zu kaufen gibt. Der Liter kostet jedoch rund 30 Euro, ob sich das lohnt, muss sich jeder selber fragen. Kuhmilch reicht im Übrigen vollkommen. Die Milch selbst spendet der Haut nur wenig Feuchtigkeit, dafür sind die fettenden Anteile zu gering. Aber sie öffnet die Poren und ist damit vor allem in der Kombination sehr wirksam. Etwa Honig, in Milch gemischt und vor dem Duschen aufgetragen, oder zuerst den Körper mit kalter Milch abreiben und ihn anschließend mit lauwarmem Kokosöl einreiben. Das hilft nicht nur der Haut, sondern auch dem Schlaf im warmen Bett, wenn es draußen stürmt und friert.

Dezember 2018




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