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März 2012/1

Süßholz: Die Arzneipflanze des Jahres 2012

Mit der Bezeichnung „Süßholz“ können viele Verbraucher zunächst einmal wenig anfangen. Benennt man die Pflanze allerdings mit ihrem umgangssprachlichen Namen, so wird plötzlich vieles klar. Man spricht dabei auch von Lakritz. Dazu muss man allerdings anmerken, dass Lakritz lediglich aus den Wurzeln der Süßholzpflanze gewonnen wird.

Wie dem auch sei, die Süßholzpflanze wurde nun von der Würzburger Universität zur Arzneipflanze des Jahres 2012 gewählt. Seit 1999 wird in jedem Jahr mit diesem Preis eine Pflanze ausgezeichnet, die exzellente Heilwirkungen besitzt. Die Universität Würzburg bildete dazu eigens ein Gremium mit dem Namen „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“.

Doch welche (Heil-)Wirkungen besitzt die Süßholzpflanze überhaupt?

Zunächst einmal handelt es sich dabei um eine Pflanze mit großer Tradition in der Naturheilkunde. Bereits vor Tausenden von Jahren wird das Süßholz in entsprechenden Schriften erwähnt, und auch im späteren Verlauf der Geschichte kam es immer wieder zu vielerlei medizinischen Zwecken zum Einsatz. Bekannt geworden ist die Pflanze unter anderem durch Hildegard von Bingen, welche sie für viele unterschiedliche Zwecke einsetzte.

Die sicherlich bekannteste Wirkung hat das Süßholz bzw. Lakritz auf den Magen-Darmtrakt. Die Pflanze regt die Schleimproduktion im Magen an, reguliert damit die Verdauung und wirkt darüber hinaus stark entzündungshemmend. Magenverstimmungen, Entzündungen im Magen-Darmbereich bis hin zu akuten Magengeschwüren können mit dem Einsatz der Süßholzpflanze gelindert oder sogar ganz geheilt werden.

Viele Verbraucher schwören daher darauf, eine kleine Menge Lakritz an jedem Tag zu sich zu nehmen. Doch Vorsicht: Die Industrieprodukte, welche heute unter dem Namen Lakritz im Handel angeboten werden, enthalten oft nur noch sehr kleine Mengen echtes Süßholz, teilweise sind sie sogar komplett künstlich hergestellt. Die gewünschte Wirkung wird sich mit einem solchen Produkt daher kaum einstellen. Aus diesem Grund sollte man darauf achten, Lakritz oder auch andere Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittel mit Süßholz-Bestandteilen ausschließlich in Apotheken, Reformhäusern und eventuell Bioläden zu erwerben. Hier kann man sichergehen, dass auch wirklich Süßholz in ausreichender Menge enthalten ist. Vorsicht ist allerdings auch bei Präparaten angebracht, die neben Süßholz noch weitere, medizinisch wirksame Bestandteile enthalten.




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