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April 2012/2

Wo bleiben die Männer in der Naturheilkunde?

Überall in der Medizin lässt sich folgendes Phänomen beobachten: Frauen stehen Untersuchungen und Vorsorgemaßnahmen wesentlich aufgeschlossener gegenüber als Männer. Das bedeutet im Umkehrschluss: Männer sind absolute Medizin-Muffel. Das gilt übrigens genauso für den Bereich Naturheilkunde. Eine kürzlich durchgeführte Studie des Bayerischen Gesundheitsministeriums zeigt außerdem: Männer leben insgesamt wesentlich ungesünder als Frauen. Und genau deshalb sterben sie auch früher – im Schnitt sind das rund 5 Jahre.

Schauen wir uns einmal an, was die Studie sonst noch an Aussagekraft zu bieten hat:

Es wurde herausgefunden, dass insbesondere bei den Vorsorgeuntersuchungen die Männer am häufigsten „schwänzen“. In Zahlen heißt das: Während rund 60 Prozent der Frauen zumindest annähernd regelmäßig ihre Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt absolvieren, tun das nur ca. 25 Prozent aller Männer.

Kein Wunder, dass in Bayern nun die Aktionswoche „Männergesundheit“ eröffnet wurde. Mithilfe dieser Initiative soll erreicht werden, dass Männer künftig sensibler mit ihrer Gesundheit umgehen. Das betrifft übrigens auch den Nachwuchs, schließlich besagt schon ein bekanntes Sprichwort „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“. Soll heißen: Kinder nehmen sich fast immer ein Beispiel an ihren Eltern - und wenn der Vater ausschließlich ungesund isst, so wird sich das auch auf das Kind übertragen.

Gerade die Ernährung spielt im Bereich der Männergesundheit die ausschlaggebende Rolle. Untersuchungen zeigen immer wieder, dass das starke Geschlecht zu viel Fleisch und Fett und zu wenig Obst und Gemüse zu sich nimmt. Hinzu kommt der Genuss von Alkohol, eventuelle Rauchen sowie bei vielen Männern ein erhöhtes Aufkommen von beruflichem und oft auch privatem Stress. All diese Faktoren führen dazu, dass, obwohl im Durchschnitt deutlich mehr Jungen als Mädchen geboren werden, bei den über achtzigjährigen Menschen inzwischen rund doppelt so viele Frauen wie Männer leben.

Im Idealfall wird die Aktion „Männergesundheit“ auch dafür sorgen, dass die Akzeptanz bezüglich der Naturheilkunde bei Männern zunimmt. Es ist heute immer noch zu beobachten: Weitaus mehr Frauen gehen zum Heilpraktiker und sind offen für naturheilkundlichen beziehungsweise alternativ medizinische Behandlungswege, als Männer. Hier tut Aufklärung not. Ist es nicht gerade das Unwohlsein, sich einem Arzt anzuvertrauen, das im Endeffekt den Ausschlag dazu geben kann, sein gesundheitliches Wohl eher der Naturheilkunde anzuvertrauen?




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