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Dezember 2012/3

Wein: Genussgift oder natürliche Arznei?

Ein Großteil der deutschen Bevölkerung möchte nicht auf ein gepflegtes Glas Wein am Abend oder zu einem schönen Essen verzichten. Während die Verkaufszahlen von anderen alkoholischen Getränken wie Bier in den letzten Jahren in Deutschland merklich zurückgegangen sind, gibt es unter den Deutschen immer mehr Weintrinker.

Doch wie verträgt sich der Wein eigentlich mit unserer Gesundheit? Handelt es sich dabei um ein ähnliches Genussgift wie alle anderen alkoholischen Getränke? Oder besitzt der Wein sogar eine heilsame Wirkung? Wir haben uns mit diesem Thema einmal etwas näher befasst.

Geht man einmal etwas länger in der Geschichte zurück, so wird man schnell darauf kommen, das zu früheren Zeiten der Wein sogar als Arzneimittel genutzt wurde. Es muss also etwas an dem Gerücht sein, dass ein tägliches Glas Wein das Leben des Menschen verlängert. Das zu erklären, ist gar nicht so schwer, wie zunächst vermutet. Insbesondere die roten Trauben - aus denen folgerichtig der Rotwein hergestellt wird - verfügen in ihren Schalen über einen hochkonzentrierten Anteil von Phenolen. Diese Abwehrstoffe sollen die Pflanze gegen schädliche Umwelteinflüsse und den Angriffen durch tierische Schädlinge schützen. Man fand jedoch heraus, dass sie nicht nur die Pflanze, sondern auch den Menschen wirkungsvoll schützen können. Phenole wirken sich unter anderem bei der Belastung durch Umweltgifte, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmerkrankungen sehr positiv auf den Organismus aus.

Doch das ist noch längst nicht alles. Ein bestimmtes Phenol, ebenfalls in den Weintrauben enthalten, zeigt in wissenschaftlichen Untersuchungen eine deutlich krebshemmende Wirkung. Es hemmt die Entstehung von freien Radikalen und wirkt somit als Antioxidans im menschlichen Körper. In der Medizin ist sogar geplant, das Resiveratrol – so der vollständige Name des Stoffs - zu extrahieren und in Zukunft als Arzneimittel begleitend zu einer Chemotherapie bei Krebspatienten einzusetzen.

Nicht nur bei Krebs ist dieser „Wunderstoff“ wirksam. Forscher haben herausgefunden, dass er spezielle Gene des menschlichen Körpers aktiviert und eine zellereparierende Funktion besitzt. Experten sprechen in diesem Zusammenhang auch von der Aktivierung des „Anti-Aging-Gens.

Wer nun allerdings denkt, dass er einen Freibrief für das unmäßige Konsumieren von Wein besitzt, der irrt. Die optimale Wirkung der Inhaltsstoffe entfaltet sich nur dann, wenn das alkoholische Getränk in Maßen genossen wird, also beispielsweise das obligatorische Glas am Abend. Bei übermäßigem Konsum überwiegen indes die negativen Faktoren.




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