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Ein immer größeres Problem: die Pflege im Alter

Dass die Menschen in Deutschland immer älter werden, ist an sich ja eine gute Nachricht. Allerdings auch eine gute Nachricht mit gewaltigen Schattenseiten. Denn: Je älter die Menschen werden, umso größer ist die Gefahr, dass sie ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen können. Kommen auch noch gesundheitliche Probleme dazu, werden die Senioren rasch pflegebedürftig, womit die Angehörigen zunächst einmal gewaltig überfordert sind.

Das Problem der pflegenden Angehörigen

Vor die Wahl gestellt, ob die pflegebedürftigen Senioren in ein Heim gegeben werden oder zu Hause gepflegt werden, hat einige gute Gründe: Zum einen möchten die Angehörigen ihre Verwandten nicht abschieben, sondern sie auch weiterhin in die Familie integrieren. Jedoch ist das Thema Pflege im Alter auch finanzieller Art. Denn die Kosten für ein Pflegeheim sind so hoch, dass das staatliche Pflegegeld, dessen Höhe sich nach der Pflegestufe richtet, nur einen Bruchteil abdecken kann.

Jedoch verbessert sich der Zustand der Pflegebedürftigen nicht, sondern wird schleichend schlimmer und schlimmer. Dieser Zustand schlägt sich natürlich auch auf die pflegenden Angehörigen nieder, die mit der Situation völlig überfordert sind. Weil die pflegebedürftigen Senioren oftmals eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung brauchen, etwa weil sie nicht mehr allein auf die Toilette gehen können, leidet natürlich zunächst einmal das Familienleben darunter. Denn die häusliche Pflege ist in den allermeisten Fällen die Aufgabe der Frau, worunter natürlich auch die Partnerschaft und die Kinder leiden. Langfristig gesehen werden die Pflegenden schließlich selbst krank. Typische Krankheitsbilder sind beispielsweise Depressionen und Burn-out, welche nicht zuletzt auf die permanente Anspannung und Überforderung zurückgehen. Aber auch körperliche Beschwerden wie etwa ein Bandscheibenvorfall sind nicht selten, etwa wenn der Pflegebedürftige oft gehoben werden muss. Der Grund: Den Angehörigen fehlt die fachliche Ausbildung. Sie wissen also nicht, wie sie die entsprechenden Tätigkeiten schnell, effektiv und vor allem schonend für sich selber ausführen sollen. Noch weniger können sie psychisch mit typischen Situationen umgehen. Beispielsweise wenn der pflegebedürftige Senior just in dem Moment ins Bett uriniert hat, kaum dass es frisch bezogen wurde.

Wie reagiert die Politik auf die Situation?

Das Problem der überalternden Bevölkerung und der gesellschaftlichen Folgen ist der Politik durchaus bewusst. Jedoch fehlt es auch hier an praktischen Lösungsansätzen. Schließlich zahlen immer weniger Menschen immer kürzer in die Sozialsysteme ein, während immer mehr Menschen immer mehr Ansprüche auf immer teurere Leistungen haben. Zumindest hat das Bundesgesundheitsministerium aber einen umfangreichen Ratgeber zum Thema Pflege eingerichtet. Hier können sich die betroffenen Angehörigen darüber informieren, welche Leistungen sie in Anspruch nehmen können und wie sie mit bestimmten altersbedingten Krankheitsbildern wie etwa Demenz besser umgehen können.

Eine Alternative – Pflegekräfte aus dem Ausland?

Viele betroffene Familien entscheiden sich deshalb, selbst eine Pflegekraft aus dem Ausland – bevorzugt aus Osteuropa – einzustellen. Die entsprechenden Kräfte, die von Agenturen vermittelten Kräfte besitzen eine fachspezifische Ausbildung und verfügen über so gute Deutschkenntnisse, dass sie im Alltag zurechtkommen. In aller Regel leben sie für einen Zeitraum von mehreren Wochen zusammen mit der Familie des Pflegebedürftigen, sodass diese sich auch an die neue Bezugsperson gewöhnen können. Für diese Alternative, für die sich immer mehr Betroffene entscheiden, profitieren alle Beteiligten: Die Pflegebedürftigen werden professionell versorgt, die Angehörigen müssen wesentlich weniger bezahlen als für ein Pflegeheim und die Pflegekräfte verdienen in diesem Beruf teilweise erheblich besser als in ihrer Heimat.

Passend zum Thema Pflege im Alter und die Belastung für die Familie:



November 2018




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