Bachblüten

Die so genannte Bachblütentherapie wurde vor etwa 80 Jahren von einem britischen Arzt namens Edward Bach entwickelt. Sie stellt heute eines der bekanntesten Verfahren der Alternativmedizin dar und soll sowohl auf körperlicher, als auch auf geistiger und seelischer Ebene wirken. Dr. Bach ging davon aus, dass grundsätzlich jede menschliche Krankheit, die sich anhand von körperlichen Symptomen äußert, ihre Ursache in einer geistigen beziehungsweise seelischen Störung des Gleichgewichts fände.

In den 1930er-Jahren entwickelte Dr. Edward Bach dann die nach ihm benannte Therapie. Grundlage dafür bilden die 37 Blüten, die der Arzt völlig intuitiv auswählte. Aus diesen Pflanzen entwickelte er jeweils eine Essenz, die einem negativen Seelenzustand zugeordnet wurde. Die einzelnen Essenzen sollten nun so beschaffen sein, dass sie eine harmonisierende Wirkung auf den jeweiligen Seelenzustand haben, so dass die Seele des Patienten wieder in einen Gleichgewichtszustand kommt, woraufhin sich auch die körperliche Störung von selbst zurückbildet.

Die Blüten und Pflanzenteile, welche Dr. Edward Bach für seine Therapien aus den einzelnen Pflanzen auswählte, legte er zunächst in Wasser ein und kochte sie teilweise auch aus. Daraus entstanden schließlich die stark konzentrierten, so genannten Urtinkturen, welche später in verdünntem Zustand die heute bekannten Bachblütenessenzen ergeben. Wichtig zu wissen ist, dass die Pflanzen, welche Dr. Bach für seine Therapie auswählte, nicht zu den heute bekannten Heilpflanzen gehören. Aus diesem Grund zählt man die Bachblütentherapie auch nicht zur Liste der Phytotherapien, also der bekannten Therapien der Pflanzenheilkunde.

Obwohl es heute unzählige Anhänger der Bachblütentherapie gibt, wird diese von der Wissenschaft und der Schulmedizin grundsätzlich nicht anerkannt. Selbstverständlich trägt dazu auch der Umstand bei, dass die von Dr. Bach verwendeten Pflanzen - wie bereits angedeutet - keine anerkannten Heilpflanzen darstellen. Darüber hinaus erkennt die Schulmedizin aber generell eine Wirkung auf rein seelischer Ebene kaum an. Trotzdem kann die Bachblütentherapie bemerkenswerte Erfolge vorweisen. Nach dem Tod von Dr. Bach im Jahr 1936 verschwand sie jedoch zunächst fast vollständig aus dem Fokus der Medizin und wurde in Europa erst Anfang der achtziger Jahre wieder entdeckt. Als schließlich im deutschen Fernsehen Ende der achtziger bis Mitte der neunziger Jahre vielfach große Erfolge dieser Therapieform publik gemacht wurden, erreichte sie erstmals auch hierzulande eine größere Bevölkerungsschicht und begann ihren Siegeszug. Die Nachfrage nach Bachblüten-Essenzen stieg seitdem radikal an, so dass in diesem Bereich mittlerweile viele Unternehmen untereinander konkurrieren. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren einige neue Essenzen entwickelt, die jedoch nichts mehr mit den ursprünglichen Forschungen von Dr. Bach zu tun haben.

Wie Bachblüten beziehen?

Je nachdem ob ein Arzt oder ein Heilpraktiker eine Therapie mit Bachblüten verschreibt, sind diese normalerweise in einer Apotheke zu bekommen. Da die meisten Krankenkassen diese Art der Therapie befürworten, übernehmen sie auch die Kosten. Dies hat einen guten Grund, denn in der Regel ist nur ein Besuch in einer entsprechenden Praxis nötig. Die Anwendung ist einfach, und da keine Nebenwirkungen zu erwarten sind, ist es möglich, die Therapie über einen längeren Zeitraum durchzuführen.

Eine andere Bezugsquelle sind spezialisierte Online-Shops, die ausschließlich Bachblüten im Internet anbieten und verkaufen. Meist haben diese Webseiten auch einen Fragebogen oder Test, um selbst herauszufinden, welche Bachblüten für eine Person zutreffen. Es ist auch denkbar, die Bachblüten direkt im Edward-Bach-Zentrum in Hamburg zu bestellen. Auf jeden Fall besteht immer die Gelegenheit, sich beraten zu lassen. Dies kann auch per E-Mail geschehen.

Wichtig ist auf jeden Fall zu wissen, dass eine Bachblütentherapie nur auf die Psyche Einfluss nehmen kann, um einer eventuellen Erkrankung vorzubeugen. Doch ist keine Heilung bei einer organischen Krankheit zu erwarten. Doch kann eine Bachblütentherapie durchaus auch bei einer Krankheit nützlich sein, um den Gemütszustand zu stabilisieren und für ein besseres Befinden sorgen. Denn ist die Seele im Gleichgewicht sind die Heilungschancen umso besser.

Bachblüten Mischung

Oftmals wirken bei einem Belastungssyndrom mehrere Komponenten gleichzeitig, z. B. Angst, Depressionen, Minderwertigkeitsgefühle und Nervosität. Aus Gründen der Zweckmäßigkeit können daher einzelne Bachblüten vermischt werden, um die Einnahme entsprechend zu erleichtern. Doch sollte eine Mischung möglichst von einer fachkundigen Person vorgenommen werden. Daher ist es auf jeden Fall wichtig ein Beratungsgespräch mit einem Arzt oder Heilpraktiker zu führen, der eine organische Erkrankung ausschließen kann.

Eine mögliche Mischung könnte demnach aus den Bachblüten Zitterpappel (Angst), Ackersenf (Depressionen), Tausendgüldenkraut (Minderwertigkeitsgefühle) und Kirschpflaume (Nervosität) bestehen, die der Apotheker entsprechend dem Rezept vorbereitet. Dazu werden passende Vorratsfläschchen, den sogenannten Stockbottles, benötigt, die ebenfalls in der Apotheke erhältlich sind. Darin können bis zu sieben verschiedene Bachblüten gemixt werden. Jedoch sollten schon benutzte Fläschchen gut gesäubert werden, um die Wirkung der neuen Mischung nicht zu verfälschen.

Als Grundlage für die Essenzen wird ein Fläschchen zu einem Drittel, je nachdem mit Apfelessig, Brandy oder Cognac und zu zwei Dritteln mit stillem Wasser aufgefüllt. Auf eine kleine Flasche mit 30 ml flüssigem Inhalt kommen 4-5 Tropfen Blütenessenz hinzu. Nicht in jedem Fall ist Alkohol angebracht, obwohl dieser die Essenzen länger haltbar macht. In dem Fall, wo dennoch darauf verzichtet wird, kann auf klares Wasser zurückgegriffen werden, was die Haltbarkeit allerdings um Einiges verkürzt.

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